Warum ein Standard-Carport für Ihr Wohnmobil nicht ausreicht
Wer viel Geld in ein eigenes Wohnmobil oder einen Caravan investiert, kennt die Sorge: Das Fahrzeug steht oft monatelang ungeschützt im Freien. UV-Strahlung lässt Dichtungen porös werden, Regen hinterlässt hässliche Schlieren, und Hagel kann im schlimmsten Fall zu teuren Schäden an der Dachhaut führen. Aus unserer jahrelangen Erfahrung bei der Planung von Stahlkonstruktionen wissen wir, dass viele Camper zunächst versuchen, ihr Fahrzeug unter einen bestehenden Unterstand zu zwängen – oft mit fatalen Folgen für die Aufbauten oder die Belüftung.
Ein Wohnmobil-Carport ist kein gewöhnlicher Stellplatz. Er ist eine statische Herausforderung und eine Maßanfertigung. Standardhöhen von 2,10 Metern, wie sie für PKWs üblich sind, reichen hier bei weitem nicht aus. Wir sprechen über Fahrzeuge, die mit SAT-Anlagen, Klimageräten und Dachboxen schnell die 3-Meter-Marke kratzen. In diesem Artikel gehen wir tief in die Materie ein: Welche Maße sind wirklich notwendig, wie verhält es sich mit der Statik bei dieser Höhe und warum eine Lösung aus Stahl oft die langlebigere Wahl gegenüber Holz ist.

Die Gretchenfrage: Welche Höhe muss ein Wohnmobil-Carport haben?
Die Bestimmung der korrekten Einfahrtshöhe ist der häufigste Stolperstein bei der Planung. Viele Kunden messen lediglich die Fahrzeughöhe laut Papieren. Das ist ein Fehler. Nachträgliche Anbauten wie Solarpanele, LTE-Antennen oder Dachklimaanlagen sind in den Fahrzeugpapieren oft nicht berücksichtigt. Zudem federt ein leeres Wohnmobil weiter aus als ein voll beladenes.
Die Faustformel für die Durchfahrtshöhe
Wir empfehlen bei unseren Stahlcarports nach Maß immer einen Sicherheitsabstand von mindestens 20 bis 30 Zentimetern zur höchsten Stelle des Fahrzeugs. Wenn Ihr Camper also 2,90 Meter hoch ist, sollten Sie eine lichte Durchfahrtshöhe von mindestens 3,20 Metern einplanen.
Warum so viel Luft?
- Wartungsarbeiten: Sie wollen vielleicht im Winter das Dach reinigen oder Schnee entfernen, ohne den Carport verlassen zu müssen.
- Bodenunebenheiten: Wenn die Zufahrt leicht ansteigt, hebt sich das Heck oder die Front beim Einparken. Ohne Pufferzone droht Kontakt mit dem Sturz.
- Zukünftige Fahrzeuge: Vielleicht steigen Sie in fünf Jahren von einem Kastenwagen auf einen Alkoven um. Ein zu niedriger Carport lässt sich im Nachhinein kaum erhöhen.
Länge und Breite: Bewegungsfreiheit schaffen
Neben der Höhe sind Länge und Breite entscheidend für den Komfort. Ein Wohnmobil rangiert sich nicht wie ein Kleinwagen. Der Wendekreis ist groß, die Spiegel ragen weit heraus.
Die optimale Breite
Ein Wohnmobil ist inklusive Spiegeln oft 2,50 Meter breit. Planen Sie den Carport zu eng, wird das Einsteigen zur Turnübung und das Beladen vor der Reise zur Qual. Wir raten zu einer Mindestbreite von 3,50 Metern, besser 4,00 Metern. Das ermöglicht es Ihnen, die Aufbautür bequem zu öffnen, die Serviceklappen für Toilette und Gasflaschen zu bedienen und das Fahrzeug rundum zu pflegen, ohne im Regen zu stehen.
Die richtige Länge
Hier gilt: Fahrzeuglänge plus mindestens 1,00 Meter. Warum? Um das Fahrzeug vor schräg einfallendem Schlagregen am Heck und an der Front zu schützen. Bei einem 7-Meter-Wohnmobil sollte der Carport also idealerweise 8 Meter lang sein. Beachten Sie dabei jedoch die örtlichen Bauvorschriften bezüglich der überbauten Fläche.
Für detaillierte Informationen zu den rechtlichen Grenzen empfehlen wir einen Blick in unseren Ratgeber zum Thema Baugenehmigung für Carports, da die zulässigen Maße je nach Bundesland stark variieren können.

Besonderheiten der Statik bei hohen Carports
Ein oft unterschätzter Aspekt ist die Windlast. Ein Carport mit einer Einfahrtshöhe von 3,50 Metern bietet dem Wind eine enorme Angriffsfläche – deutlich mehr als ein flacher PKW-Unterstand. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen bei den Anbietern.
Unsere Stahlkonstruktionen werden speziell für diese Hebelwirkungen berechnet. Während Holzkonstruktionen in dieser Höhe oft massive Querverstrebungen (Kopfbänder) benötigen, die die Einfahrtsbreite wieder einschränken, können wir mit Stahl schlankere und dennoch stabilere Säulen realisieren. Das sorgt nicht nur für eine moderne Optik, sondern maximiert den nutzbaren Raum.
Tabelle: PKW-Carport vs. Wohnmobil-Carport im Vergleich
| Merkmal | Standard PKW-Carport | Wohnmobil-Carport (Camper-Edition) |
|---|---|---|
| Durchfahrtshöhe | ca. 2,10m – 2,30m | 3,00m – 3,80m (individuell) |
| Pfostenstärke | Standard (z.B. 10x10cm) | Verstärkt wegen höherer Windlast |
| Dachüberstand | Minimal | Erweitert für besseren Regenschutz |
| Fundament | Standard-Punktfundament | Tiefere Gründung oft notwendig |
| Zubehör | Meist offen | Oft mit Seitenwänden (Wetterschutz) |
Materialwahl: Warum Metall die bessere Wahl für Camper ist
Viele Camper lieben die Natur und tendieren daher emotional zu Holz. Technisch gesehen ist Holz für einen Wohnmobil-Carport jedoch oft die zweite Wahl. Bei den erforderlichen Höhen und Längen benötigt Holz massive Querschnitte. Zudem muss es regelmäßig gestrichen werden – was bei einer Höhe von über drei Metern nur mit Gerüst oder langer Leiter möglich ist.
Ein feuerverzinkter und pulverbeschichteter Stahlcarport ist wartungsfrei. Sie müssen nicht alle zwei Jahre in luftiger Höhe streichen. Zudem lässt sich Stahl filigraner verarbeiten, was auf dem Grundstück weniger wuchtig wirkt. In unserer Realisierungsgalerie sehen Sie Beispiele, wie sich hohe Konstruktionen harmonisch in das Gesamtbild einfügen.
Sinnvolles Zubehör für den Camper-Schutz
Da ein Wohnmobil oft wochenlang unbewegt steht, ist der Schutz vor Witterungseinflüssen von der Seite fast so wichtig wie das Dach selbst. Wir beobachten oft, dass Kunden nachträglich Wände ordern. Es ist klüger, dies gleich bei der Planung zu berücksichtigen.
- Seitenwände: Schützen vor UV-Strahlung (gut für die Reifen und Dichtungen) und Schlagregen.
- Stromanschluss: Integrieren Sie eine CEE-Steckdose an einem der Pfosten. So können Sie die Batterien laden, ohne Kabel durch den Garten zu legen.
- Beleuchtung: Da das Fahrzeugschatten wirft, sind integrierte LED-Spots im Dachgebälk sehr hilfreich beim Beladen in der Dämmerung.

Hier sind die wichtigsten Ausstattungsmerkmale, die Sie prüfen sollten:
- Integrierte Regenrinne: Bei großen Dachflächen kommen enorme Wassermengen zusammen. Eine kontrollierte Entwässerung ist Pflicht.
- Antikondensbeschichtung: Unter Trapezblechdächern kann sich Kondenswasser bilden. Ein Vlies an der Unterseite verhindert, dass es auf das Wohnmobildach tropft.
- Schneelast-Upgrade: Steht das Fahrzeug in schneereichen Regionen? Die Statik muss darauf ausgelegt sein. Mehr dazu finden Sie auch bei unserem Zubehör für Überdachungen.
Kosten und Wirtschaftlichkeit: Die „Polen-Option“
Ein maßgefertigter Wohnmobil-Carport vom lokalen Schlosser kann schnell den Preis eines Kleinwagens erreichen. Hier kommt unsere Expertise als Anbieter von Carports aus Polen ins Spiel. Durch die Fertigung in unseren spezialisierten Werken in Polen können wir hohe Qualität zu deutlich attraktiveren Preisen anbieten, ohne Abstriche bei der Verzinkung oder der Statik zu machen.
Es geht nicht um „billig“, sondern um ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis für eine Investition, die Ihr teures Freizeitfahrzeug über Jahrzehnte schützt. Bedenken Sie auch den Werterhalt Ihres Wohnmobils: Ein gepflegtes Garagenfahrzeug erzielt beim Wiederverkauf deutlich höhere Preise als ein „Laternenparker“ mit verwitterten Dichtungen.
Fazit: Raum für große Träume schaffen
Ein Wohnmobil-Carport ist mehr als nur ein Dach. Es ist der Heimathafen für Ihr mobiles Zuhause. Planen Sie großzügig in Höhe und Breite, setzen Sie auf langlebige Materialien wie Stahl und vergessen Sie nicht die rechtlichen Rahmenbedingungen. Mit der richtigen Planung vermeiden Sie böse Überraschungen beim ersten Einparken und sorgen dafür, dass Ihr Camper jederzeit startklar für das nächste Abenteuer ist.
Sprechen Sie uns an – wir konfigurieren gemeinsam die passende Lösung für Ihr Fahrzeug.
Najczęściej zadawane pytania (FAQ)
Wie hoch sollte ein Carport für ein Wohnmobil mindestens sein?
Die lichte Durchfahrtshöhe sollte die Fahrzeughöhe inklusive aller Aufbauten (SAT-Anlage, Klima) plus einen Sicherheitsabstand von mindestens 20-30 cm betragen. Für die meisten Wohnmobile bedeutet das eine Einfahrtshöhe von 3,20 m bis 3,50 m.
Benötige ich für einen Wohnmobil-Carport eine Baugenehmigung?
In den meisten Fällen ja, da Wohnmobil-Carports aufgrund ihrer Höhe und Größe oft die Grenzen für genehmigungsfreie Bauvorhaben (Verfahrensfreiheit) überschreiten. Die genauen Vorschriften variieren jedoch stark je nach Bundesland und Bebauungsplan.
Wie breit muss ein Carport für einen Camper sein?
Wir empfehlen eine Mindestbreite von 3,50 Metern, besser 4,00 Metern. Dies ermöglicht das bequeme Öffnen der Aufbautüren, das Beladen und die Reinigung des Fahrzeugs, ohne eingeengt zu sein.
Ist ein Holz- oder Stahlcarport besser für Wohnmobile geeignet?
Für hohe Wohnmobil-Carports ist Stahl meist die bessere Wahl. Stahl ermöglicht schlankere Konstruktionen bei hoher Windlaststabilität und ist im Gegensatz zu Holz in großen Höhen wartungsfrei (kein Streichen notwendig).
Was kostet ein Wohnmobil-Carport aus Polen?
Die Kosten hängen von Größe, Ausstattung (Wände, Dachmaterial) und Statik ab. Generell sind Stahlcarports aus polnischer Fertigung jedoch oft 20-30% günstiger als vergleichbare Angebote lokaler Schlosser, bei gleicher Qualität (Feuerverzinkung, Pulverbeschichtung).
Kann ich meinen Wohnmobil-Carport später mit Wänden nachrüsten?
Bei unseren Systemen ist das meist möglich. Es ist jedoch ratsam, dies bei der statischen Berechnung vorab zu berücksichtigen, da geschlossene Wände die Windlast auf die Konstruktion drastisch erhöhen.



