Was darf ich unter meinem Carport lagern? Fahrräder, Reifen, Gartenmöbel und Werkzeug dürfen Sie unter einem Carport abstellen, solange der Stellplatz für Ihr Auto nutzbar bleibt und Sie keine größeren Mengen Kraftstoff oder andere brennbare Stoffe lagern. Ein Carport ist üblicherweise als offene Garage oder als Stellplatz für Kraftfahrzeuge genehmigt, und die Nutzung richtet sich nach diesem genehmigten Zweck und nach dem Landesrecht Ihres Bundeslandes.
Was darf unter einem Carport stehen?
Unter einem Carport darf in erster Linie Ihr Auto stehen, zusätzlich dürfen dort Gegenstände lagern, die den Stellplatz nicht blockieren und keine nennenswerte Brandlast darstellen. Ein Carport ist offen gebaut, daher ist die Brandlast geringer als in einer geschlossenen Garage, und die Luft kann ungehindert zirkulieren.
- Fahrräder, Kinderwagen und Roller
- Sommerreifen oder Winterreifen, am besten auf einem Reifenregal
- Gartenmöbel, Sonnenschirme und Auflagen in Boxen
- Brennholz in kleiner Menge, mit Abstand zur Wand
- Anhänger, Quad oder Motorrad, wenn der Stellplatz groß genug ist
Fahrräder und Reifen landen erfahrungsgemäß als Erstes unter dem Dach, weil sie sperrig sind und im Haus Platz kosten. Dort sind sie vor Regen geschützt, aber nicht vor Staub und Feuchtigkeit, deshalb lohnt sich eine Abdeckung.
Was ist unter dem Carport verboten?

Verboten ist alles, was den Stellplatz dauerhaft zweckentfremdet oder ein Brandrisiko erzeugt. Die Länder sehen den Carport als Fläche für Kraftfahrzeuge vor, daher ist die Nutzung als dauerhaftes Lager nicht gedeckt.
- Größere Mengen Benzin, Diesel oder andere brennbare Flüssigkeiten in Kanistern
- Gefüllte Gasflaschen in größerer Zahl
- Farben, Lacke und Lösungsmittel als Vorrat
- Sperrmüll, Möbelstapel und Umzugskartons, die den Stellplatz dauerhaft belegen
- Eine Wohn- oder Schlafnutzung
Die erlaubte Menge an Kraftstoff unterscheidet sich je Bundesland, deshalb nennen wir hier keine Zahl. Fragen Sie im Zweifel beim örtlichen Bauamt nach, denn dort kennt man die Regeln für Ihren Standort.
Was darf ich in einer privaten Garage lagern?
In einer privaten Garage dürfen Sie ähnliche Dinge lagern wie unter dem Carport, solange das Auto noch Platz hat. Die Garage zählt als Raum für Kraftfahrzeuge, und die Garagenverordnung des Landes lässt dort Gegenstände zu, die mit dem Fahrzeug zusammenhängen, etwa Reifen, Fahrradträger oder Autozubehör. Auch Fahrräder, Gartengeräte und Werkzeug stehen in der Garage meist ohne Beanstandung.
Die Grenze liegt bei der Nutzung: Wird aus dem Stellplatz ein reiner Lagerraum, in dem gar kein Fahrzeug mehr steht, ist die Garage zweckentfremdet. Das gilt auch dann, wenn ein Stellplatz der Garage frei bleibt, der zweite aber dauerhaft zugestellt ist, obwohl die Baugenehmigung zwei Stellplätze nachweist.
Was gilt für Kraftstoff, Gas und Akkus?
In einer geschlossenen Garage gelten für Kraftstoff und Gas Mengenbegrenzungen, die je nach Bundesland unterschiedlich ausfallen. Unter einem offenen Carport sind die Risiken geringer, weil Dämpfe abziehen können, aber auch dort sollten Sie Kanister und Gasflaschen nicht vorrätig halten. Lithium-Akkus von E-Bikes laden und lagern Sie lieber im Wohnbereich oder in einer feuerfesten Box, denn ein Brand in einem geschlossenen Raum ist schwerer zu löschen.
Was darf in der Garage gelagert werden, etwa in Baden-Württemberg, Bayern oder NRW?
Jedes Bundesland hat eine eigene Garagenverordnung, deshalb unterscheiden sich Mengenangaben und Detailregeln zwischen Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Für Reifen, Fahrräder und Gartengeräte ändert sich dadurch nichts, bei Kraftstoff und Gas aber sehr wohl. Verbindlich beantwortet Ihnen das Bauamt Ihrer Gemeinde, und zwar für Ihre Garage und nicht nur allgemein für das Land.
Ist es strafbar, eine Garage als Lagerraum zu nutzen?
Nein, strafbar im Sinne des Strafrechts ist die Nutzung einer Garage als Lagerraum nicht, sie kann aber baurechtswidrig sein. Die Behörde kann die Nutzung untersagen, und je nach Land ist im Einzelfall auch ein Bußgeld möglich. Dazu kommt es meist erst dann, wenn Nachbarn sich beschweren oder ein Stellplatznachweis für ein Bauvorhaben fehlt, denn das Ordnungsamt wird in der Regel erst auf Hinweis tätig.
Als Mieter kommt eine weitere Ebene hinzu: Der Mietvertrag legt fest, wofür der Stellplatz gedacht ist, und der Vermieter darf Verstöße abmahnen. Als Eigentümer sind Sie freier, müssen aber den genehmigten Zweck einhalten. Ob ein Stellplatz für eine Baugenehmigung nachgewiesen wurde, steht in Ihren Bauunterlagen.
Werkstatt unter dem Carport: Wann wird aus Nutzung eine Nutzungsänderung?

Eine Werkstatt unter dem Carport ist nicht mehr erlaubt, sobald sie gewerblich betrieben wird. Das gelegentliche Schrauben am eigenen Auto oder Fahrrad gehört zur privaten Nutzung, ein dauerhafter Betrieb mit Kunden, Maschinen oder Lackierarbeiten dagegen nicht.
Soll aus dem Stellplatz mehr werden, brauchen Sie eine Nutzungsänderung und damit eine Genehmigung, die Sie beim Bauamt beantragen. Wer Platz für Werkzeug und Gartengeräte braucht, plant besser gleich einen eigenen Raum. In Hoppegarten haben wir einen Metallcarport mit verbundenem Vordach für einen trockenen Übergang vom Haus zum Carport gefertigt, dazu einen Geräteraum von 4 x 4 Metern mit zwei Zugängen, nämlich Schiebetür und klassisch öffnender Tür. So bleibt der Stellplatz frei, und die Gegenstände stehen trocken im eigenen Raum. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zum Carport mit Abstellraum.
Wie viele Seiten darf ein Carport geschlossen haben?
Wie viele Seiten ein Carport geschlossen haben darf, hängt vom Anteil der offenen Fläche ab und nicht von der Zahl der Wände. Je nach Landesrecht muss ein bestimmter Anteil der Umfassungsflächen offen bleiben, oft ein Drittel, damit das Bauwerk als offene Garage gilt. Wird der Anteil unterschritten, gelten strengere Regeln zu Brandschutz und Lüftung wie bei einer geschlossenen Garage.
Bei Wänden an der Grundstücksgrenze kommen Abstandsflächen und Brandschutzregeln hinzu, und das klärt das Bauamt. Welche Wandvarianten es gibt, zeigt unser Vergleich Carport mit Sichtschutz. Ob Ihr Vorhaben genehmigungsfrei ist, klärt unser Beitrag zu Carports ohne Baugenehmigung.
Ein Beispiel für wenig Wand und offene Zufahrt: In Tessin haben wir einen Metallcarport gebaut, dessen vordere Stützen auf Kundenwunsch bewusst nach hinten versetzt sind, damit der Einfahrtsbereich offener wirkt und mehr Bewegungsfreiheit bietet. Die Seitenwände sind mit WPC-Dielen in Graphit verkleidet, und ein transparentes Glaselement verbessert die Sicht beim Ausfahren.
So lagern Sie Dinge unter dem Carport sicher
Sicher lagern Sie unter dem Carport, wenn Sie die Fläche in Zonen teilen und alles vom Boden und von der Wand wegnehmen. Feuchtigkeit entsteht oft durch Kondenswasser am Dach, mehr dazu steht im Beitrag Es tropft unter dem Carport.
- Messen Sie die Stellfläche des Autos aus und halten Sie sie dauerhaft frei.
- Stellen Sie Reifen, Fahrräder und Boxen an die Rückwand oder in einen Geräteraum.
- Verzichten Sie auf Kraftstoff und Gas oder halten Sie sich an die erlaubte Menge Ihres Bundeslandes.
- Decken Sie Gegenstände ab, die nicht nass werden dürfen.
- Klären Sie Zweifel vorab mit dem Bauamt Ihres Standorts.
Wer ohnehin mehr Platz braucht, plant den Carport gleich mit Abstellraum. Wir fertigen Metallcarports mit integriertem Geräteraum, und Seitenwände aus Stahlblech sind möglich.
Was bedeutet die Lagerung für Brandschutz und Versicherung?
Gelagerte Gefahrstoffe können im Schadensfall die Haftung beeinflussen, weil Versicherer prüfen, ob brennbare Vorräte den Schaden vergrößert haben. Das gilt für Kraftstoffkanister und Lösungsmittel ebenso wie für Gasflaschen, und je mehr davon unter dem Dach steht, desto eher kann es zum Streit kommen. Welche Gegenstände Ihr Vertrag abdeckt und ob Fahrräder oder Gartenmöbel unter dem Carport mitversichert sind, lesen Sie in den Bedingungen Ihrer Hausrat- und Gebäudeversicherung nach oder fragen bei Ihrem Versicherer nach. Brandschutz beginnt außerdem mit Abstand: Halten Sie brennbares Material wie Brennholz oder Kartons von Elektrogeräten und Wänden fern.
Häufig gestellte Fragen
Was darf unter einem Carport stehen?
Unter einem Carport dürfen Fahrzeuge, Fahrräder, Reifen, Gartenmöbel und Werkzeug stehen. Kraftstoff, Gasflaschen und Lacke sind nur in kleinen, durch das Land begrenzten Mengen erlaubt.
Was darf ich in einer privaten Garage lagern?
In einer privaten Garage dürfen Sie Reifen, Fahrräder, Gartengeräte und Autozubehör lagern, solange das Auto noch hineinpasst. Brennbare Flüssigkeiten sind in der Menge begrenzt.
Ist es strafbar, eine Garage als Lagerraum zu nutzen?
Nein, es ist keine Straftat, aber die Nutzung kann baurechtswidrig sein. Die Behörde kann sie untersagen, und je nach Land ist im Einzelfall ein Bußgeld möglich.
Wie viele Seiten dürfen bei einem Carport geschlossen sein?
Entscheidend ist der Anteil der offenen Umfassungsflächen, oft muss etwa ein Drittel offen bleiben. Die genaue Regel erfahren Sie beim Bauamt Ihres Bundeslandes.
Carport mit Geräteraum anfragen
Wenn Sie mehr Platz zum Lagern brauchen, fertigen wir Ihren Stahlcarport nach Maß, auf Wunsch mit Abstellraum. Das Angebot ist kostenlos und unverbindlich: Nennen Sie uns Maße, Material für Dach und Boden sowie den gewünschten Geräteraum, dann erhalten Sie ein Angebot zum Festpreis.
Quellen
- Bayerische Garagen- und Stellplatzverordnung (GaStellV), § 1 Begriffe
- Bayerische Garagen- und Stellplatzverordnung (GaStellV), § 17 Betrieb von Garagen
Rechtsstand: 16.10.2026. Bei der Erstellung des Textes wurden KI-Werkzeuge genutzt, Text geprüft von Andrzej.



